Die Güterumgehungsbahn Münster – Galerie “Einst und Heute”

Dies ist ein Artikel aus der Serie “Die Güterumgehungsbahn Münster” von Christian Treber.

Ich habe 2018 versucht einige historische Bilder möglichst genau mit dem gleichen Ausschnitt wie damals erneut aufzunehmen. Hier das Ergebnis, mit dem sich der Zustand einst und heute miteinander vergleichen lässt. Bewegen Sie den Schieber unter dem Bild!

Ich hoffe und nehme an, dass die Nennung der Quelle, die geringe Auflösung  der Originalbilder sowie Art und Kontext der Darstellung den Anforderungen des Zitatrechts genügen.

Drachterstraße

Die Fußgängerbrücke an der Drachterstraße 2018/1930 (DSM-02-20).

Anscheinend hat sich seit 1930 nicht viel verändert, von der umgebenden Bebauung einmal abgesehen, wegen der ich auch nicht genau die gleiche Position einnehmen konnte. Vielen Dank an die freundlichen Hausbesitzer die mir erlaubt haben, das Foto von ihrem Garten aus zu schießen.

Unterwerk

Die Unterquerung der Strecke nach Hamm und der Hammer Straße 2018/1930 (DSM-02-20)

Die Brücke mit der Strecke nach Hamm ist immer noch die selbe! Selbst das Geländer (meine Bezeichnung: “Reichsbahngeländer”) ist noch original.

Das Baugleis mit dem schwachen Oberbau auf der rechten Seite im Foto von 1930 ist verschwunden. Das Signal El6 (die vom Betrachter abgewandte Raute links im Bild von 2018) kam erst mit der Elektrifizierung der Strecke hinzu und weist darauf hin, dass die Anschlussstelle Unterwerk nicht elektrifiziert war. Die Brücke mit der Hammer Straße ist relativ neu und stammt aus dem Jahr 1990.

Die Brücke mit der Strecke nach Hamm 2018/1950 (EFDR)

Die Brücke ist gleich geblieben, das Rollmaterial eher nicht. Die Strecke der Güterumgehungsbahn sieht unverändert aus, was täuscht  – die Anschlussstelle Unterwerk ist gekommen und gegangen. Nur das Stück mit den hellen, da neuen Betonschwellen weist auf den Ausbau der Weiche hin. Man kann links der Strecke noch die Gleise erkennen, die in das Umspannwerk hineinführen und die nicht entfernt worden sind.

Warendorfer Straße

Die Brücke über die Warendorfer Straße und Strecke nach Warendorf 2018/1950 (EFDR)

Warum nicht mehr?

Je mehr historische Fotos (samt Erlaubnis zur Veröffentlichung in diesem Rahmen) ich bekomme, desto mehr Vergleiche kann ich hier aufnehmen. Wenn ich Ihr Foto hier zeigen darf, schreiben Sie mir doch bitte einen entsprechenden Kommentar. Ich würde mich freuen!

Großes Güterumgehungsbahn-Makeover 2017/2018

Dies ist ein Artikel aus der Serie “Die Güterumgehungsbahn Münster” von Christian Treber.

Ich gestehe: Ich war fast zwei Jahre lang kaum an der Strecke. Und das ist schade, denn es hat sich zwischendurch anscheinend eine Menge getan!

Hinweis: Bei den Bildern mit einem Schieber darunter kann man zwischen “jetzt” und “damals” hin- und herfahren. Angezeigt wird zunächst “jetzt” (2018).

Neue Verkablung

Blick Richtung Kriegerweg (Bf Mecklenbeck). Neuer Kabeltunnel links.

Wohl im Rahmen des Upgrades des Stellwerks in Mecklenbeck, das für die Einrichtung des (wieder) neuen Haltepunkts Mecklenbeck benötigt wird, wurden neue Leitungen von Mecklenbeck bis Bf Kanal verlegt.

Man kann auf den Fotos (von der Fußgängerbrücke an der Drachterstraße geschossen) gut den neuen Kabelkanal erkennen, der aufgeständert die Strecke auf der südlichen Seite begleitet.

Blick Richtung Hammer Straße (Bf Kanal, Bf Sudmühle). Neuer Kabeltunnel rechts.

Old News: Anschluss Höltenweg

Ansonsten ist die Umgehungsbahn weiter geschrumpft. Die Weiche zum Anschluss am Höltenweg (“Frugenta”) gibt es schon seit mindestens Ende 2013 nicht mehr, denn so alt ist mein ältestes Foto des Anschlusses, bereits ohne Weiche.

Die Aufnahmen von Google Earth zeigen den Zustand ohne (2015) und mit Weiche (April 2010). Copyright dieser beiden Fotos: Google.

Abzweig am Münnichweg

Nun hat es auch die fernbediente Weiche W 597 am Bahn-Depot gegenüber dem Münnichweg “erwischt”, dito die Gleissperre Gs 596. Das Sperrsignal 596 II ist noch da – warum eigentlich? Update vom April 2018: Auch das Sperrsignal wurde entfernt (ich war es nicht :-)).

Der Schaltkasten an der Strecke kurz vor dem Ausfahrtssignal N595 sieht angezählt aus und hat Schlagseite.

Das Gleis (wohl 596) des Abzweigs ist ca. 200m lang. Vielleicht war die Idee, dass man damit noch ins Depot hätte einfahren können?

Das Gleis liegt noch samt Prellbock am Ende, nun aber ohne Verbindung zur Strecke.

Abzweig Unterwerk

Auf der Fahrt nach Hause habe ich überlegt “Tja, was könnte man noch stilllegen? Vielleicht den Abzweig Unterwerk! Könnte man sich mal anschauen”.

Die DB war schneller – auch die ortsbediente Weiche W 544 am Abzweig Unterwerk ist ausgebaut worden. Vielleicht können moderne Trafos auch per LKW transportiert werden: Man kommt jedenfalls auch von der Trauttmansdorffstraße her ans Umspannwerk.

Hier gähnt Leere wo früher mal die Weiche war. Die Gleise des Abzweigs (wohl 787 nach der Beschriftung der Achszähler-Elektrik) liegen noch. Laut Walzmarke von Krupp stammen sie aus 1974 und sind vom Typ S54.

Schade, dass das Signal der Gleissperre (und nicht nur das) anscheinend unter schweres Gerät gekommen ist.

Die gelbe Abdeckung links neben dem Verteilerkasten gehört zu einem Achszähler. Ist das für einen Abzweig, der nur alle paar Jahre benutzt wird, nicht ein bisschen luxuriös, oder ist das Standard?

Wie geht es weiter?

Was nicht mehr gebraucht wurde ist also weg. Könnte man noch was einsparen? Der Bf Kanal scheint schon nützlich, zumal sich da Züge auch mal begegnen.

Die Zweigleisigkeit nordwärts von Pleister ist ebenfalls praktisch: Während ein Zug am Einfahrtssignal B915 auf die Einfahrt in Bf Sudmühle wartet – das kommt vor – kann ein anderer bereits in die GUB einfahren.

Wird die GUB langsam abgebaut? Ich denke, was abgebaut worden ist wurde schon lange nicht mehr genutzt und eine Reaktivierung war extrem unwahrscheinlich.

Aber es wurde auch investiert, und nicht zu knapp! Die Weichen am Westende des Bf Kanal sind allesamt neu und haben neue Antriebe von Siemens erhalten. Das östliche Gleis ist neu geschottert und wurde ersetzt (laut Walzmarke “Donawitz Voestalpine, Stahlgüte R260, 2017, 54 E4”).

Gemessen daran wie teuer so was ist lässt das wohl den Schluss zu, dass die GUB so bald nicht stillgelegt wird, obwohl das schon mal für 2015 geplant war.

RTS: Building the Show Case

What I had in my mind was not very wide and reasonably tall as space in my office is limited. Inspired by a cheap leftover piece of 17mm strong birch plywood from a local hardware store (“Baumarkt”) the size came out to be 800 x 1250mm.

Using wood plugs to join boards
Using wood plugs to join boards

For the first time I used wood plugs, which makes for nice, stable, and well aligned joints.

And a drilling exercise that took quite some time since I needed to get my head around the use of the new drill jig I bought (the gray and turquoise device between the angle and the measuring tape on the right of the second photo).

A fine example of German engineering it can and must be used in three different ways to drill holes in one board, measure the actual placement of the holes, and drill exactly matching holes into the second board.

I have to admit I did not really trust the contraption to not wreck my boards until I spent even more time to understand why and how this works. The thing is, you don’t have to measure the thickness of the boards (even when the two boards you join don’t have the same thickness), and you don’t have to measure where you put the first set of holes. “That can’t be that easy.” Yes, it can… very clever design indeed.

Assembled frame, before putting on back plate
Assembled frame, before putting on back plate

I managed to not screw up stuff too much. One board went in the wrong way (as so often the problem lies with the user of the tool, not the tool itself), leaving some bigger than desired gaps that I later filled in with putty and sanded them down.

Thinking about it, there are three ways to do it wrong, and only one way to do it right: switching left and right, front and back, and the two combined. The odds are against you! Luckily, inside out is not a problem with wood 😉

Next time, I think I can do this much faster!

I put on a back plate made of 6mm plywood as I thought a dust-proof case might be a good idea. Really, the slightest amount of dust or dog/ cat hair (got one dog and three cats) makes N-scale train operation pretty unreliable.

Ta-daa! Step one is complete.

 

The Robotic Train Showcase Project (RTS)

I realize I would drive my trains more often if it wouldn’t be a pain taking them out of the show case, putting them on the tracks, and putting them back again making sure all 12 tiny axles of a commuter train are sitting on the equally tiny tracks (1:160 scale makes for 9mm wide tracks).

How about a show case that plucks a train from a shelf and sets it onto the tracks, ready to drive out? And when I’m done, I drive the train into the case and it is being put back on a shelf automagically?

As I like to play with computers, mechanics, and workshop equipment (in steeply descending order of expertise), I think that this can, should, and practically BEGS to be done using an Arduino, mechanics available for 3D printing, and some woodworking.

And this is how it all began in May 2016.

Trainspotting: Eiffage Rail Construction Train

Seen South of Gbf Münster: An Eiffage Rail construction train consisting of a tamping machine type 08-475 Unimat 4S and a ballast regulator type SSP 110 SW.

Train set consisting of tamping machine type 08-475 Unimat 4S and ballast regulator type SSP 110 SW
Train set consisting of tamping machine type 08-475 Unimat 4S and ballast regulator type SSP 110 SW

 

Tamping machine type 08-475 Unimat 4S
Tamping machine type 08-475 Unimat 4S

 

Tamping machine type 08-475 Unimat 4S
Tamping machine type 08-475 Unimat 4S

 

Ballast regulator type SSP 110 SW
Ballast regulator type SSP 110 SW

While I can’t be sure, I assume this train is part of an effort to replace rails and points between Greven and Rheine in April 2014, especially since I read “elsewhere” that there is no space to park a construction train somewhere on the track between Münster and Rheine (“Bauarbeiten: Verspätungen auf Bahnstrecken – Deutsche Bahn saniert im Frühjahr Weichen und Schienen”).

 

Gleise, Signale und Weichen der Güterumgehungsbahn Münster

Dies ist ein Artikel aus der Serie “Die Güterumgehungsbahn Münster” von Christian Treber. Update 04.04.2018.

Die Überschrift sagt es bereits! Dieser Artikel listet die Gleise, Signale und Weichen der Güterumgehungsbahn Münster auf. Weitere Artikel, die sich mit Abschnitten der Strecke beschäftigen werden, gehen dann auf mehr Details und auch die Historie ein.

Gleise

Zur Übersicht zunächst ein Plan der Gleise aus eigener Produktion (Quellen: NBAI, BNNA, Ortsbesichtigung; ein Klick auf das Bild liefert eine Version in großer Auflösung). Obwohl das bei Gleisplänen nicht unbedingt so ist habe ich versucht die tatsächliche Lage wiederzugeben, denn die Umgehungsbahn beschreibt ja in der Tat einen Bogen um den Süden und Osten Münsters herum.

Von der DB gibt es Gleispläne für Teilbereiche im SVG-Format (Links auf die Website “TEN Spurpläne“):

  • Bahnhof Mecklenbeck (EMEK)
  • Anschlusstelle Münster (Westf) Unterwerk (EMUW)
  • Abzweig Lechtenberg (ELEC)
  • Bahnhof Kanal (EKAN)
  • Überleitstelle Pleister (EPLE)
  • Bahnhof Sudmühle (ESDM)

Für die Anschlussstelle Höltenweg gibt es keinen Plan (mehr?).

Auf der Strecke sind 80km/h erlaubt, mit folgenden Ausnahmen:

  • 60km/h in Bf Sudmühle
  • 50km/h von Ende Üst Pleister bis Anfang Bf Kanal
  • 60km/h bei der Einfahrt in Bf Mecklenbeck (nur in dieser Richtung)

Signale

Esig sind Einfahrsignale vor einem Bahnhof, Asig Ausfahrsignale. Bksig Blocksignale regeln, wer in einen Streckenblock einfahren darf. Beim Klick auf den Namen des Signals gibt es ein Bild davon.

Hier eine Liste der Signale, von Süd nach Nord (Quelle: NBAI, dort Strecke 2010 und 2011 sowie eigene vor Ort-Recherche).

km Name Funktion Fernsteuerung durch
0 N706 Asig Mecklenbeck Mecklenbeck
3,7 B787 Esig Kanal Münster-Hiltrup
5,2 N590, N591, N595 Asig Kanal Münster-Hiltrup
9,1 911 Bksig Pleister Sudmühle
11,9 B915, B916 Esig Sudmühle Sudmühle
13,1 N924, N925 Asig Sudmühle Sudmühle

 

Entgegen den Angaben in NBAI gibt es das Signal B916 nicht mehr – an dessen Stelle steht eine Trapeztafel, Signal Ne1. Dort müssen Züge halten; alles weitere wird per Anweisung geregelt. Ich nehme an, dass so selten Verkehr auf dem Gegengleis unterwegs ist, dass sich die Wartungskosten für ein Signal nicht rentieren. Ich habe jedenfalls an dieser Stelle noch nie eine Fahrt auf dem Gegengleis gesehen.

Hier eine Liste Signale, von Nord nach Süd (gleiche Quellen wie zuvor):

km Name Funktion Fernsteuerung durch
12,3 P922, P924 Asig Sudmühle Sudmühle
9,5 916 Bksig Pleister Sudmühle
6 F911 Esig Kanal Münster-Hiltrup
4,6 P590, P591 Asig Kanal Münster-Hiltrup
0,7 F787 Esig Mecklenbeck Mecklenbeck

 

Weichen

Hier eine Liste der Weichen (Frage ans Publikum: (Wie) könnte man die Funktion besser beschreiben?):

Nummer Ort Funktion
742  Bf Mecklenbeck  701/706
743 Bf Mecklenbeck 706/701
544 Unterwerk (2017/2018 ausgebaut) 2010-0/Unterwerk
590  Abzw Lechtenberg  2011-2/2010-0
593  Bf Kanal, Westende  591/590
594  Bf Kanal, Westende  595/591
595  Bf Kanal, Westende  591/595
597  Bf Kanal, Abzweig DB-Depot (2017/2018 ausgebaut)  590/Altes Gleis
598  Bf Kanal, Nordende  590/591
599  Bf Kanal, Nordende  591/595
901  Üst Pleister, Zweigleisigkeit  2010-1/2010-2
903  Bf Sudmühle  925/924
904  Bf Sudmühle  924/923
905  Bf Sudmühle  924/925
906  Bf Sudmühle  923/924

Die Nummer der (ausgebauten) Weiche für die Anschlussstelle Höltenweg ist mir nicht geläufig.

Hier noch Bilder zu den Weichenbereichen.

Das südwestliche Ende der GUB im Bahnhof Mecklenbeck mit Weiche 742 in der Ferne (Blick Richtung Sudmühle)

Weiche 743 liegt links vom aktuellen Standort.

Das war Weiche 544 (ausgebaut 2017/2018) zur Anschlussstelle Unterwerk (Blick Richtung Mecklenbeck)

Die GUB (rechts) stößt per Weiche 590 auf die Gleise des Abzweigs Lechtenberg (Blick Richtung Mecklenbeck)

Das West-Ende des Bahnhofs Kanal, mit 2018 frisch erneuerten Weichen 593, 594 und 595 weiter hinten (Blick Richtung Sudmühle)

Das war sie: Weiche 597 zum DB-Depot (ausgebaut 2017/2018). Blick Richtung Sudmühle.

Das Nord-Ende des Bahnhofs Kanal bei Weiche 599 (mit 598 weiter hinten), mit 2018  erneuertem Schotter (Blick Richtung Mecklenbeck)

Kurz vor Bahnhof Sudmühle: Verzweigung in drei Gleise, mit Blick auf Weiche 905 (und 903/ 904 weiter hinten; Blick Richtung Mecklenbeck)